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Die norwegischen Kleinstadt Longyearbyen liegt mitten im arktischen Eismeer. Aus diesem Grund gelten hier ungewöhnliche Regeln - unter anderem seit 1950 ein Sterbeverbot. Kranke werden in das 2000 Kilometer entfernte Oslo geflogen.

In Longyearbyen auf Spitzbergen gibt es ein Sterbeverbot seit 1950. Der Grund dafür? Die arktische Kälte. Sie konserviert Viren. Im Jahr 2000 entdeckten Wissenschaftler tödliche Grippeviren in Leichen aus dem Jahr 1917. Um die Rückkehr von tödlichen Viren zu vermeiden, lässt die Gemeinde ihre Bewohner woanders medizinisch versorgen. Kranke und Schwangere werden auf dem Festland in Oslo behandelt. 2000 Kilometer von Longyearbyen entfernt!

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Bei einem schweren Verlust wie dem Tod eines Elternteils gibt es keine zeitliche Begrenzung, bis wann man trauern sollte, findet unsere Autorin. Sie erzählt aus eigener Erfahrung und hat mit einem Experten für Trauerarbeit gesprochen.

Ich habe meinen Vater verloren, vor einem Jahr und fünf Monaten. Es war ein ziemlich heißer Sommer, das scheint mir bis heute unpassend. Sonne und Tod vertragen sich nicht.

Heute, fast eineinhalb Jahre später denke ich an das Wetter oder daran, wann ich das nächste Mal sein Mail-Postfach leeren sollte, um nicht an das wirklich Traurige zu denken: dass ich, wenn ich heirate, alleine auf den Altar zugehe oder mit meiner Mutter an der Seite. Dass auch Kleinigkeiten wehtun, weil ich das Wort „Papa“ nicht so oft (und weniger fröhlich) sagen kann wie andere 24-Jährige. Dann denke ich nicht daran, dass es nicht mehr so ist wie es sein sollte. Und nie mehr so wird wie es werden sollte.

Ein Jahr, heißt es, danach würde der Schmerz nachlassen. …

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Seit ich vier bin, will ich nach Kanada. Ende 2016 bekam ich sogar ein Jobangebot von dort, doch rate, wer abgelehnt hat? Ich. Kann ich noch später machen. Jetzt ist irgendwie nicht der richtige Zeitpunkt. Bin noch nicht bereit, ist ja auch ganz schön weit. Bla, bla, bla. Ich bin mir sicher, dass du das kennst. Wir alle kennen das, denn: Wir alle eiern in mindestens irgendeinem Lebensbereich herum. Zeig mir die Entscheidungen, die du vor dir herschiebst und ich sage dir, wer du bist! (Vermutlich mir ganz ähnlich.)

Jedenfalls: Bei der Arbeit als Sterbeamme und überhaupt in der PalliativeCare geht es darum, der verbleibenden Zeit eines Menschen möglichst viel Leben einzuhauchen. Wenn man die Diagnose einer tödlichen Krankheit erhält, sind plötzlich alle Uhren auf Anfang gesetzt. Ein riesen Schock, der Weg, den wir alle gehen, auf einmal verkürzt auf ein absehbares und nicht verhandelbares Minimum. Panik, Angst, Schmerz, all diese Dinge sind deine neuen Begleiter, die es zu zähmen gilt. Das alles macht dann die Sterbeamme mit einem zusammen und gleichzeitig versucht sie einen zu animieren, die verbleibende Zeit besonders schön zu gestalten. …

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Viele Menschen wollen zu Hause sterben, die Palliativmedizinerin Hannah Haberland macht das möglich. Im Interview erzählt sie, was Angehörige erwartet und worauf Sterbende oft noch warten.

Ärzte haben in der Regel das Ziel, ihre Patienten zu heilen. Wenn Hannah Haberland kommt, ist es jedoch zu spät. Die Palliativmedizinerin begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg. Sie tut das nicht im Krankenhaus, sondern dort, wo viele sterben möchten: zu Hause. Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) nennt sich dieses Angebot. Rund 300 SAPV-Teams sind deutschlandweit unterwegs.
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In ihrem Buch "Letzte Begegnungen" erzählt Haberland von ihrer Arbeit. Um ihre Schweigepflicht zu wahren, schreibt die Ärztin unter einem Pseudonym. Ein Interview darüber, was Sterbende und ihre Angehörigen brauchen, worauf sie vorbereitet sein müssen - und warum viele Menschen allein sterben. …

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Man mag die Idee innovativ finden oder auch abseitig. In jedem Fall ist es ein Tabubruch und äußerst ungewöhnlich, was ein japanisches Unternehmen neuerdings anbietet: die Drive-Thru-Beerdigung. In der Praxis funktioniert das folgendermaßen. Der Trauergast fährt zu einem Fenster, das ähnlich wie bei Fastfood-Ketten von einer Person betreut wird. An dieser Stelle trägt er auf einem Tablet-Computer Namen, Adresse sowie eine persönliche Mitleidsbekundung ein und überreicht in einem Umschlag das obligatorische Kondolenzgeld. Die oder der Betreffende kann auch ein Gebet sprechen und Weihrauch anzünden. Den Teilnehmern der regulären Trauerfeier im Tempel werden die Besucher des Schalters über einen Bildschirm gezeigt. Ohne aus dem Auto auszusteigen, drückt so der Durchfahr-Mensch seine Anteilnahme aus oder erfüllt eine Pflicht. …

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